Gemeindebrief für Juli und August 2004

 

Lobgesänge

von Gisela Nagel

Im Psalm 104 wird ein Loblied auf GOTT und seine wundervolle Schöpfung gesungen, und wir können getrost aus vollem Herzen und voller Seele mit einstimmen in diesen Lobgesang

"Du lässest Wasser in den Tälern quellen, dass sie zwischen den Bergen dahin fließen, dass alle Tiere des Feldes trinken und das Wild seinen Durst lösche. Darüber sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen. Du feuchtest die Berge von oben her, Du machst das Land voll Früchte, die Du schaffst. Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass Du Brot aus der Erde hervor bringst, dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke. Du hast den Mond gemacht, das Jahr danach zu teilen; die Sonne weiß ihren Niedergang. Du machst die Finsternis, dass es Nacht wird. Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen GOTT loben, solange ich bin. Mein Reden möge ihm wohl gefallen. Ich freue mich des HERRN."

Ja, eigentlich ist dem kaum noch etwas hinzuzufügen. Aber vielleicht lassen wir uns ja von diesen schönen Worten des Lobes, der Freude, inspirieren und geben unseren eigenen Gedanken und Gefühlen einmal Zeit und Raum, sich zu entfalten. Nehmen wir nicht allzu leicht alles Schöne als selbstverständlich hin und glauben, es müsse so sein und es müsse auch immer so bleiben? Haben wir denn im Alltag noch einen Blick für all das, was der Psalmist besingt und was uns umgibt? Neigen wir nicht viel eher dazu, noch mehr Schönes und nur noch Schönes erleben zu wollen?

Und mehr noch: neigen wir nicht manchmal, oder vielleicht sogar oft dazu, uns auf das zu konzentrieren, was uns stört? Wir, die wir in dieser wunderschönen Landschaft zu Hause sind, können doch eigentlich gar nicht anders, als jeden Tag, ob Sonne, Sturm, Regen, ob Blitz, Donner, Hagel oder Nebel, als jeden Tag einen

Lobgesang anzustimmen. Und der laue Sommer- wind oder der Gewittersturm oder das Trompeten der Kraniche, das Schreien der Wild- gänse, das singende Flügelschlagen der Schwäne ist die Orgelbegleitung zu unserem Gesang.

 



der neue Glockenstuhl vor der Kirche


Alles lebt

von Harald Apel

Ein Tropfen Blut der Abendsonne ist ins Meer geflossen,

und wahrlich alles, alles lebt.

Gleich einer Hand streicht Dunkelheit

von Horizont zu Horizont

die Welt zum Schlafe.

Das Meer es atmet ein, es atmet aus,

und irgendwo in tiefster Tiefe,

ob Meeres- oder Himmelsgrund,

da schlägt die Ewigkeit gleich einem Herzen,

das Sehnsucht in die Weite trägt, wie Blut.

 


Informationen

- Bei einer Begehung auf dem Friedhof wurde erheblicher Wildwuchs von Bäumen festgestellt.
Bitte bedenken Sie beim Pflanzen von Gehölzen, dass diese oft sehr groß werden und dass sie mit Aufgabe der Grabstelle auch beräumt werden müssen.
Die Firma Thulke wird mittel- und langfristig Bäume entfernen, die über 2,50 m groß sind und nicht dem Anlagekonzept des Friedhofs entsprechen.
Bei weiterem Informationsbedarf steht Ihnen das Pfarramt gern zur Verfügung.

- In diesem Jahr bieten wir erstmalig eine Veranstaltungsreihe für Eltern und Kinder im Peter-Pauls Garten vor der Kirche an.
Circus, Puppenspieltage, Trommelkonzerte und ein Erich-Kästner-Abend stehen auf dem Programm.
Bitte beachten Sie die grünen Infozettel.

 

Lesecafé und Eine-Welt-Laden

Seit Mitte Mai diesen Jahres arbeiten Uta Beese und Sigrid Götsch nun im Lesecafé. Sie teilen sich die Arbeit und sind oft zusammen im Café. Beiden gemeinsam ist die Liebe zu ihrem "Arbeitsplatz", dem kleinen, liebevoll hergerichteten Fachwerkhaus hinter dem Pfarrhaus. Unterschiedlich ist ihre geschmackliche Ausrichtung, was die angebotenen Speisen anbelangt. Dies schlägt sich im vielfältigen kulinarischen Angebot des Lesecafés nieder, wodurch sich nicht wenige Gäste zu Komplimenten, wie "wunderbar", "ganz toll" undsoweiter haben hinreißen lassen. Was wiederum sich auf das Engagement und den Einfallsreichtum von Frau Beese und Frau Götsch so auswirkte, dass sie teilweise über sich hinausgewachsen sind - und das ohne eine Spur von Eitelkeit als Folge!!! Das heißt, es gab im Lesecafé schöne Nachmittage und Abende mit leckeren Kleinigkeiten zum Essen und freundlicher Bedienung. Und das Schöne ist: das soll nun immer so weitergehen…

Jetzt ist sicher der Letzte neugierig auf das Café geworden. Also, nur hereinspaziert, liebe Gemeindemitglieder, liebe Feriengäste, liebe hinterm Friedhof Versteck spielende Kinder, liebe Rentner und liebe Pensionäre die es satt haben, trocken (ohne Kaffeehausbewirtung) auf Parkbänken zu sitzen (an dieser Stelle sei Frau Teufert im besonderen angesprochen, die dem Café mit Rat und Gesellschaft zur Seite steht; beides möchte das Café nicht missen), liebe Gäste nach dem Konzert, liebe Lesende und liebe andere und liebe Neugierige!!!

In den letzten drei Monaten haben großzügige Spender dem Lesecafé Bücher überlassen. An dieser Stelle ein ganz herzliches Danke an das freundliche Ehepaar, das in diesem Sommer schon zweimal mit großen Plastiktüten voller Bücher ins Café kam, dessen Gabe im doppelter Hinsicht großzügig ist. Zum einem verschenkte es seine Bücher, zum anderen überließ es dem Lesecafé die "Auswahl", d. h. das Lesecafé darf Bücher in seinen Bestand aufnehmen, andere weitergeben (verschen- ken bzw. gegen eine beliebig hohe

Spende weiterreichen). Ein anderer großzügiger Mensch überließ dem Lesecafé als Leihgabe eine Sammlung von Nobelpreis-Literatur, beginnend mit dem Jahre 1907. Auch hierfür bedankt sich das Café aufs Herzlichste. Es möchte an dieser Stelle aber auch den Gästen danken, die mit einem Buch ins Café kommen, es dort zu Ende lesen und ins Regal stellen, damit andere es lesen können.

Erstaunlich ist, wie viele Erwachsene sich am fortgeschrittenen Freitagabend, genauer gesagt: nachts, mit Schokolade und kleinen arabischen Süßigkeiten nach Hause schleichen. Auch Gummibärchen haben tatsächlich mehr Liebhaber unter Erwachsenen, als man meinen möchte. Nun soll aber an dieser Stelle nicht weiter aus dem Nähkästchen geplaudert werden…

Die Süßigkeiten und viele Dinge mehr - essbare und nicht-essbare - sind aus dem Eine-Welt-Laden: der teilt sein Dach mit dem Lesecafé und ist wie dieses geöffnet: donnerstags, samstags und sonntags von 16.00 bis 18.30 Uhr, freitags von 16.00 bis 22.30 Uhr oder länger, und ansonsten bei Bedarf (u. a. hilft das Lesecafé seinen Gästen, Feste zu feiern, steht ihnen mit Raum und Tat zur Seite) oder anlässlich besonderer Veranstaltungen des Cafés.

Sigrid Götsch und Uta Beese freuen sich auf die Besucher!

 
 
Geburtstage im Juli und August 2004

Alice Bönsch
Hildegunde
Hoffmann
Ingeborg Koerber
Dieter Littmann
Ingetraut Marquardt
Adolf Möhring
Dorotohea Niche
Siegfried Pfeiler
Eva Piest
Alfred Schielke
Elle Schult
Willi Spindler
Gertrud Stolzenburg
Erika Ukat
MarthaTotzek
Ursula Parow
Käte Weidmann
Ingrid Weirauch

Wir wünschen Gottes Segen für das neue Lebensjahr!