Gemeindebrief für Juli und August 2003

 

Sommerferien - Sommerpause-Sommerurlaub - Sommersonnenträume

von Gisela Nagel

Das sind für die meisten Menschen die reinsten Zauberworte, die einmal ausgesprochen, ein verklärtes Lächeln in gestresste Gesichter bringen. In langen Winterwochen werden Kataloge studiert, eifrig, wie nichts sonst in der Welt. Da ist alle schöne Literatur vergessen, alle Schriften, die der geistigen Erbauung und Vervollkommnung dienen könnten, und Lehrbücher sowieso. Die Urlaubsplanung geht vor und ist erregend und sehr hoffnungsträchtig.

Und irgendwann ist es dann soweit, das Abenteuer Urlaub beginnt… und endet gar zu oft mit einem bösen Fiasko. Gerade kürzlich las ich wieder, dass die Scheidungsbereitschaft nach gemeinsam verbrachtem Urlaub sehr hoch sein soll. Hat man sich darauf so gefreut? Hat man dafür gespart und das Geld ausgegeben? Hat man dafür Stau und sonstigen Reisestress auf sich genommen?

Sie merken schon, ich male hier ein ziemlich trostloses Bild, vielleicht ein Pflästerchen für alle, die keinen Sommerurlaub machen können - sei es, weil das Geld zu knapp ist oder sei es, dass man in einem Ostseeheilbad lebt und arbeitet und in der beliebtesten Urlaubszeit fast rund um die Uhr schwer zu arbeiten hat. Aber irgendwann kommt die schöne, schwere Zeit des Urlaubs auch auf jene zu.

Ich glaube, gut über den Urlaub kommen all die Paare, die sich auch in den vielen urlaubsfreien Wochen immer mal eine kleine Auszeit gönnen, in der sie Abstand von der Alltäglichkeit gewinnen. Ich denke da an interessante Freizeitbeschäftigungen, als da sein können: lesen, malen, singen, handwerkeln, Sport treiben, sich mit Bekannten treffen, spazieren gehen, Handarbeiten machen usw. usf.. Und natürlich ist es wichtig, dass sich die Ehepartner gegenseitig die notwendigen Freiräume gestatten. Und das gilt erst recht für den Urlaub. Und vor allem sollte der Urlaub wohl keine Fortsetzung des alltäglichen Lebens nur in einer anderen Umgebung sein. So wie alle Wege, die man in einem fremden Urlaubsort geht, neu sind, so wie das Klima anders ist als zu Hause, so sollte auch das Lebensgefühl einmal ein ganz anderes sein. Man hat natürlich plötzlich täglich 24 Stunden Zeit, über die man selbst verfügen kann und muss, und das ist vielleicht oft sehr schwer, so einen Tag, und vielleicht noch einen Regentag mit sinnvollem Leben zu erfüllen. Aber ohne Sinn gibt es Frust und Langeweile, und oft macht einer den anderen für das Dilemma verantwortlich.

Machen Sie es besser. Machen Sie ihren Urlaub zu dem, was Sie sich im Winter erträumt haben.

Geben Sie sich, Ihrer Seele und Ihrem Partner den Stellenwert, der für’s Wohlbefinden notwendig ist.

 


Ankunft

Nach allem Dröhnen, Ticken, Funktionieren
bin ich gerieselt in den Sand
und breite mich in Rauschen, Wehen und Verlieren.
Lass fliehen mich aus eig´ner Hand

Bis an den Himmel weit ich mich
und stürz´mich tief ins Meer.
Es dehnt die große Sehnsucht sich
und zieht mich hinterher.

Harald Apel

 



Baugeschehen an der Kirche

Vielleicht wundern Sie sich, dass nach dem Abbau des Gerüstes von der Kirche nicht etwas strahlend Neues zu sehen war, eher etwas gepflegtes Altes. Dies hat mit der Auffassung im Denkmalschutz zu tun, dass die Geschichte eines Gebäudes auch sichtbar bleiben soll. Wo der Zahn der Zeit an der baulichen Substanz nagt, ist natürlich einzugreifen, aber dass ein Gebäude genauso aussehen muss, wie kurz nach seiner Fertigstellung ohne die Zeichen der Zeit, wird nicht mehr angestrebt. Wir sind jedenfalls froh, dass ein erster Bauabschnitt geschafft ist.

Dankbar sind wir allen freundlichen Spendern, die dies alles möglich machten. Geplant ist für das nächste Jahr die Sanierung der südlichen Dachhälfte.


Peter-Pauls-Garten

Der Peter-Pauls-Garten neben der Kirche ist wieder begehbar. In die Wiese sind Wege gemäht, die zum Wandeln einladen. Auch ist an Bänke zum Verweilen gedacht. Demnächst werden wir ein Tor für den Garten in Auftrag geben. Dies wird möglich durch eine Spende von Herrn Birkhahn. Am 24. Juli haben wir auf unserer kleinen Freilichtbühne 19.30 Uhr Herrn Dr. Kurt-Jürgen Kleinicke mit seinem Programm „Der kleine Prinz“ zu Gast.

Harald Apel

 


Menora, ein Gang durch die Geschichte Israel
- zur Ausstellung in der Kirche -

von Harald Apel


Wer Israel besucht, findet in der Nähe des israelischen Parlamentes, der Knesset, einen großen, siebenarmigen Leuchter. Als Geschenk ist die Menora, so nennt man jenen siebenarmigen Leuchter, im Jahre 1956 vom ältesten Parlament der Welt an das damals jüngste Parlament, von Großbritannien nach Israel, auf den Weg gegangen.

In 29 Motiven stellt der in Dortmund geborene und vor den Nazis nach England geflohene Künstler Benno Elkan die Geschichte seines Volkes dar. Dass er eine Menora für dieses Werk wählt, hat sehr viele einleuchtende Gründe, auf die ich Sie kurz hinweisen möchte.

Die Menora ist das Zeichen des Lichtes. Jenes Licht, mit dem Gott einen Anfang setzt, um aus dem Chaos eine lebendige Welt werden zu lassen. Es ist zugleich das Licht des Weges, das Orientierung für die Menschen gibt und es ist die Macht gegen die Finsternis. Anfang, Weg und Ziel werden für Israel mit diesem Licht erhellt.

Die Menora hat sieben Arme. Natürlich ist diese Zahl auf die Woche bezogen, jene Ordnung, die Zeit in Arbeitzeit und Ruhezeit einteilt. Jenes Spannungsfeld, dass der Mensch etwas tun muss aber auch etwas zu lassen hat, dass er in seinem Tun und Lassen auf Gott ausgerichtet ist, wurde eine Säule im Glauben Israels.

Die Menora als Symbol eines Baumes. Jene göttliche Verheißung des Wachsens und sich Entfaltens wird hier in die Geschichte aufgenommen, vielleicht auch das „Sich-dem-Himmel-Öffnen“, obwohl man fest auf der Erde steht, - mit ihr verwurzelt ist.

Lassen Sie sich durch diese allgemeine und zunächst nur oberflächliche Ansicht ermutigen, ins Detail zu gehen. Umfangreiche Erklärungen zu den einzelnen Motiven finden Sie in der Mappe am Ende der Ausstellung. Die Ausstellung ist bis Ende August in der Kirche, die in der Regel von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet ist.

 

Geburtstage im Juli und August 2003

Alice Bönsch
Heinrich Ebel
Margarete Engelke
Idegunde Hoffmann
Brigitte Jahn
Ingeborg Koerber
Kurt Lehmann
Dorothea Niche
Eva Piest
Alfred Schielke
Elli Schult
Willi Spindler
Gertrud Stolzenburg
Martha Totzek
Ursula Parow
Käte Weidmann

Wir wünschen Gottes Segen für das neue Lebensjahr!