Gemeindebrief für Mai und Juni 2002

 

Die Schöpfung
von Gisela Nagel

"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, ... und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser". So lauten die ersten Worte unserer Bibel. Und vielleicht haben wir manches Mal darüber hinweg gelesen und diese Worte als selbstverständlich übergangen. Aber "...der Geist Gottes schwebte über dem Wasser." Zu Beginn des Schöpfungsaktes. Und er ist in die Schöpfung eingegangen, hat allem seinen Odem eingehaucht, hat alles, was Er geschaffen hat, mit seinem göttlichen Geist, mit segensreicher Energie, ausgerüstet. Und er hat letztendlich den Menschen nach seinem Bilde geschaffen, also auch den Menschen ausgerüstet mit seinem göttlichen Geist und Gottes gleichen Gaben. Sind wir uns dessen immer bewusst? Der Geist Gottes schwebt (auch heute noch) über dem Wasser und sicher nicht nur dort. Er ist überall dort, wo die kleinen und größeren alltäglichen Wunder geschehen, die wir so oft gar nicht erkennen.

Und Er war auch zugegen, als Jesus nach seiner Kreuzigung auferstehen konnte, und Er war zugegen, als Jesus in den Himmel auffahren konnte, und Er war zugegen, als beim Wunder des Pfingstfestes alle Menschen plötzlich einander verstanden. Und Er ist zugegen, wo Menschen einander Gutes tun, wo Menschen einander helfen, wo gegenseitiges Verstehen und Toleranz das Miteinander bestimmen. Sind wir uns dessen immer bewusst? Ich wage zu behaupten: Nein! Wir lassen uns immer wieder unterkriegen von allem Negativen, das es leider auch gibt, sonst wäre das Leben wohl zu einfach. Denn sicher sollen wir in unserem Erdenleben auch beweisen, dass wir mit der Hilfe des Geistes Gottes Probleme meistern können. Dazu haben wir unser vorzüglich ausgerüstetes Gehirn zur freien Verfügung mit bekommen. Wir können im Gebet um die Stärkung durch Gottes Geist bitten und damit unendliche Dimensionen erreichen.

Und wenn wir nun bald Christi Himmelfahrt gedenken und Pfingsten über die Ausschüttung des Heiligen Geistes nachsinnen, mag uns das in unserem Glauben an Gottes Gegenwart bestärken, um den zeitweiligen Widrigkeiten des Lebens gut gewappnet entgegentreten zu können.

 


 
Die regelmäßigen Abendmusiken beginnen in diesem Jahr am 14. Juni mit einem Orgelkonzert von KMD Emil Handke,Barth
- dazu ein seltener Blick in die Zingster Orgel -

 


Pfingsten
von Harald Apel

Nun sucht das große grüne Dehnen
nach seinem tiefen Geist.
Wohin geht all dies Sehnen,
das blühend und verwelkend
um welche Mitte kreist

Ein Überschwang des Lebens
nach langem kalten Tod.
Das Ganze ganz vergebens,
weil immer Abschied droht?

Und uns´re Geistesspitzen brechen
SEIN Wunder weint in uns und lacht.
Es ist wohl GOTTES Sprechen,
was uns so sprachlos macht.

 


Die Konfirmation 2002
von Harald Apel

Am Sonntag Exaudi (12.05.02) haben wir im Gottesdienst Maria Hausmann, Daniel Laubenstein und Lars-Eric Zornow konfirmiert. Folgende Worte haben wir Ihnen mit auf den Weg gegeben: Maria: Ps. 121, 7; Daniel: Ps. 34,1 und Lars-Eric: Spr. 7,2.

Mögen sie gestärkt und gefestigt im Glauben an Gott ihren Weg ins Leben gehen und unsere Hilfe und unseren Beistand dabei erfahren.

Mit dem neuen Schuljahr sind dann wieder alle Schüler der 7. Klasse eingeladen, die neugierig und interessiert erforschen wollen, ob Gott, der Glaube und die Kirche Ihnen eine Hilfe auf dem Weg ins Leben sein können. Jeweils einmal in der Woche treffen sich Vor- u. Hauptkonfirmanden zum Gespräch über Gott und die Welt. Natürlich wird dabei auch erfahrbar gemacht, was uns Menschen Halt im Leben gibt. Nach zwei Jahren Konfirmandenunterricht wird dann eine Prüfung durchgeführt. Hierbei geht es dann nicht darum, den Konfirmanden zu beweisen, was sie nicht können, sondern ihnen zu beweisen, was sie können. Schließlich fühlt sich einer oder eine auch gestärkt, wenn bewiesen wurde, was sie/er kann. Der feierliche Gottesdienst zur Konfirmation ist dann wie das Öffnen eine großen Tür ins Leben.

Schließlich möchten wir auf die Möglichkeit der Jubelkonfirmation hinweisen. Wer vor 50 und mehr Jahren hier Konfirmiert wurde, kann zur Erinnerung und zur weiteren Stärkung im Herbst hier an einem entsprechenden Gottesdienst teilnehmen. Entscheidend für solch ein Fest ist das bestehende Interesse. Die Anmeldung bzw. das Weitergeben von Adressen kann über das Pfarramt erfolgen.

Vielleicht schaffen wir es mit Ihrer Hilfe einen Teil der in Zingst Konfirmierten wieder zusammenzuführen.

 

Oikocredit - was ist das?
von Susanne Ziehank-Lipke

Oikocredit ist eine internationale Genossenschaft für Entwicklungshilfe, die 1975 vom Ökumenischen Rat der Kirchen gegründet wurde. Weil der damalige niederländische FinanzministerWim Duisenberg, heute Präsident der EU-Notenbank, die Bank als gemeinnützig anerkannt und von der Steuer befreit hatte, ist der Sitz der Geschäftsführung in Amersfoort, NL. Oikocredit wird von einem namhaften niederländischen Finanzprüfungsinstitut jährlich kontrolliert und kann auf ein 25-jähriges Wirtschaften ohne Tadel weisen.

Grundsatz dieser Bank ist es, Menschen in armen Gebieten der Welt eine faire Starthilfe zum Aufbau einer eigenen wirtschaftlichen Existenz bereitzustellen. Meist gelten sie durch ihre niedere soziale Stellung für die großen Banken als nicht kreditwürdig. Bei der Unterstützung dieser Existenzgründer wird darauf geachtet, dass ökologische, frauenunterstützende und der Region angepasste Wirtschaftszweige gefördert werden. Die Kreditnehmer müssen alle im Arbeitsprozess eingegliedert sein, es ist nicht zulässig, dass jemand Oikokredit nimmt, um andere auszubeuten.

Die meist kleinen Genossenschaftsbetriebe bekommen eine Anleihe über einen langen Zeitraum (5 - 10 Jahre) zu sehr günstigen und gleichbleibenden Konditionen. Es sind z. B. Indios in den Anden, die kleine, für die großen Firmen nicht mehr rentable Zink- oder Silbergruben in eigener Regie betreiben und das Auskommen ihrer Familien sichern, Kakao- oder Kaffeebauern, die so notwendige Investitionen auf ihren Farmen tätigen können, oder eine Taxi-Genossenschaft in Simbabwe.

Oikocredit unterhält mittlerweile Geschäftsbeziehungen zu über 300 Partnern in 65 Ländern in aller Welt. Das benötigte Geld für diese Kredite wird durch Mitglieder von Oikocredit bereitgestellt. Die Gründungsidee war, dass Landeskirchen, Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen dort Teile ihrer Rücklagen einzahlen (wobei ihnen nur eine geringe Dividende von höchstens 2% gezahlt wird) und diese Geldanlage jederzeit zurückgefordert werden kann. Leider sind die kirchlichen Finanzgesetze bis auf den heutigen Tag in einigen Landeskirchen – so auch der pommerschen - derart geregelt, dass es Kirchengemeinden unmöglich gemacht wird, Geld dieser Bank zur Verfügung zu stellen, obwohl sie sich streng an den christlichen Gedanken der Hilfe und Unterstützung Armer und Benachteiligter anlehnt.

Auch Sie können als Einzelperson Mitglied in einem der acht deutschen regionalen Förderkreise werden, wenn Sie mit einem Teil Ihres Geldes die Kreditvergabe unterstützen wollen. Damit leisten Sie Hilfe zur Selbsthilfe bei den wirklich armen Menschen dieser Welt. Nähere Informationen können Sie unter www.oikocredit.org im Internet finden. Gerne beantworte auch ich Ihnen Fragen, bzw. Sie können sich in einem Faltblatt informieren, das zur Zeit in der Peter-Pauls-Kirche ausliegt.


 

Geburtstage im Mai und Juni 2002

Edith Dietze
Lieselotte Dieckelmann
Adelbert Gerdes
Margarete Heldt
Elfriede Hoth
Herbert Hückstedt
Elvira Kühn
Annedore Möller
Jutta Louise Orgel
Günter Peter
Margot Rueben
Gerhard Tabbert
Karl Tabbert
Günter Thämlitz
Günter Wallis
Marie-Sophie und Karl-Heinrich Schweitzer
Ilse Zornow

Wir wünschen Gottes Segen für das neue Lebensjahr!