Gemeindebrief für März und April 2007

 

Die Gebote

von Gisela Nagel

“Weißt du, wieviel Sternlein stehen an dem großen Himmelszelt?”

Sicher weißt du es nicht, denn kein Mensch auf Erden weiß es, denn es sind unzählige im endlosen Raum, in dem unsere kleine Erde nur einer der unendlich vielen Himmelskörper ist. Aber in dem Kinderlied heißt es weiter: “Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet an der großen, großen Zahl”.

Sicher haben auch Sie schon manchmal in den nächtlichen Abendhimmel geschaut und waren vielleicht ergriffen von der Klarheit und Erhabenheit des Augenblicks. Vielleicht haben Sie einige ihnen bekannte Sternbilder erkannt: den Großen Wagen, den Orion, den kleinen Wagen. Und mit einigem Glück und ein bisschen Ausdauer konnten Sie vielleicht eine übermütige Sternschnuppe vorbei huschen sehen, und vielleicht haben Sie vor Freude auch dieses Mal vergessen, sich etwas zu wünschen. Aber eine Sternschnuppe an sich ist ja auch schon Glück genug, sollte man meinen.

Ja, unendlich ist die Zahl der Himmelskörper. Und seit unendlichen Zeiten ziehen sie alle ihre Bahn. Mal verlischt einer, andere bilden sich neu. Und jeder “kennt” seine Bahn, folgt den großen, unanfechtbaren Gesetzen. “Gott der Herr hat sie gezählet”, seine ordnende, leitende führende “Hand”, seine kosmische Energie waltet über allem, so dass auch das übermütige Sternschnüppchen keinen Schaden anrichten kann und hoffentlich auch keine von übermütigen Menschen gemachten Fremdkörper.

Doch kehren wir von unserem Exkurs ins All zurück auf unseren Heimatplaneten, unsere gute alte Mutter Erde, die uns Menschen und allen Lebenden nun auch schon seit Jahrmillionen Lebensraum und Lebensmöglichkeiten gewährt. Und wie im All muss es auch für uns Menschen genaue Richtlinien geben. Jeder will und muss seine Bahn ziehen können, ohne daran gehindert zu werden und ohne andere zu behindern. Dafür gibt es Gesetze, und dafür gibt es die göttlichen Gebote, zehn Gebote. Das ist doch eine überschaubare Zahl, so dass sich jeder mit ihrem Inhalt vertraut machen kann. Sie können, sie sollen das Zusammenleben der Menschen regeln, ordnen und überhaupt möglich machen.

In allen Hochkulturen gab und gibt es Regeln, Gebote.” 2500 vor Christus gab es im alten Ägypten eine Liste, die große Ähnlichkeit mit unseren christlichen Geboten hatte.

Auch der Islam hat seine Gebote, die auch in vielem den unseren ähneln. Der Buddhismus hat eine andere Sichtweise. Dort sagt man, ein Vergehen ist nicht Sünde, also Schuld, sondern es fügt dem, der sich vergangen hat, selbst das größte Leid zu. Wenn ich also Schlechtes tue, habe ich selbst am meisten darunter zu leiden, seelisch und vielleicht sogar physisch.

“Du sollst nicht töten.”
“Du sollst nicht stehlen.”
“Du sollst nicht ehebrechen.”

Manch einer mag es sich leicht machen und überzeugt sein, dass er ein guter Mensch ist und er keine Probleme mit der Einhaltung der Gebote hat, weil er nicht tötet und stiehlt. Wie ist es aber mit dem Stehlen, wenn ich unendlich arm bin und meine Kinder hungern? Wie sieht es mit dem Töten aus, wenn ich den Vergewaltiger meines Kindes in die Finger bekomme? ---- Ein Gebot des Islam sagt: Wandle nicht hochmütig auf Erden umher

Bemühen wir uns also, GOTTES Allmacht im Himmel und auf Erden zu preisen und ihn in täglichen Gebeten um seine segensreiche Energie zu bitten, damit wir zusammen mit all unseren Milliarden Erdmitbewohnern unsere Lebensbahn ziehen und vollenden können.

  



Gemeinsame Freizeit des Mutter-Kind-Kreises auf Hiddensee
- siehe auch Bericht von Pfarrer Apel auf der nächsten Seite -

 

Aus der Kirchengemeinde

von Harald Apel


Bibelwoche 2007
Texte der Apostelgeschichte
Grenzen los - grenzenlos

Zeitlich vielleicht etwas spät, aber vom Kirchenjahr her gut passend, werden wir uns in diesem Jahr in der Bibelwoche vom 15. bis zum 22. April 2007 mit Texten der Apostelgeschichte beschäftigen. Gerade in dieser Zeit, in der schon manchmal das Ende der Kirche vermutet wird, ist die Frage nach den Anfängen hilfreich.

Vom begeisterten Aufbruch nach der Botschaft von der Auferstehung berichtet der Evangelist Lukas in seinem zweiten Werk. In seiner Form ist es im Neuen Testament einzigartig. Es berichtet nicht in Briefen, sondern als Geschichtswerk von den Anfängen jener, die ihren Glauben an den Messias zu leben versuchten. Das war nicht immer einfach und so manche Probleme kommen uns vielleicht sehr bekannt vor.

Die Verheißung Gottes anzunehmen und nach dieser Verheißung im Alltag und in der Gemeinschaft zu leben, war, ist und bleibt menschliche Herausforderung. Nicht immer geht es dabei in der Gemeinschaft der Heiligen heilig zu. Was ist Gott gewollt und was nicht, wer gehört dazu und wer nicht, aber auch wie finanzieren wir uns und wie begegnen wir anderem Denken ? – all diese Fragen sind so neu nicht und manchmal sieht man erst an der Grenze wie weit das Feld ist.

Mutter-Kind Freizeit
zum Thema
„Familienfrieden”

„...Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee...” als der Dampfer „Altefähr” am 26. Januar 2007 von Schaprode nach Kloster ablegt. An Bord sind Mütter und Kinder der Kirchengemeinde, die gemeinsam zu einem Wochenende nach Hiddensee aufgebrochen sind. Dass der Dampfer “Familie” auch manchmal in schwieriges Fahrwasser gerät und dass dabei der Haussegen nicht immer gerade hängt, diese Erfahrung ist eigentlich nichts außergewöhnliches, wichtig ist nur, wieder in ruhiges Gewässer zu kommen.

Gleich die erste Bewährungsprobe war es, 21 Personen in das etwas zu kleingeratene ehemalige Gästehaus des Bischofs unterzubringen. Aber wo ein guter Wille ist, da ist auch ein guter Weg, und so konnten große und kleine Freundinnen, Familien, getrennt und zusammen, Genügsame und Schnarchende, wohlsortiert aufgeteilt werden.

Die Mütter begleitete Prof. Schroeder auf der Suche nach Antworten zum Familienfrieden. Gemeinsam wurde mit den Kindern gebastelt, gefilzt und natürlich üppig gespeist. Besonders schön war der Samstag-Vormittag-Spaziergang durch den verschneiten Dornbusch. Auch war das Experiment, sich mittels Silvesterraketen vom Kloster Strand zum Zingster Strand zu verständigen, trotz der zur Hilfe genommenen Mobiltelefone recht eindrücklich. Nach dem Gottesdienst in Kloster legte der Dampfer “Altefähr” am 28. Januar 2007 bei ruhigem Fahrwasser mit fröhlichen und zufriedenen Kindern und Müttern wieder ab und klar ist, nächstes Jahr gehen wir wieder auf gemeinsame Fahrt!

   


Das "Vater unser ..."“

Hedwig-Dorothea Affeldt

Schon sehr früh begann meine Mutter meiner Schwester Helga (fünf Jahre) und mir (sechs Jahre alt) das Gebet: „Vater unser, der du bist im Himmel…“ beizubringen. Ich fand es schön, dass dieser große Gott, der alles geschaffen hat auf der Erde, wie ein Vater zu uns sein wollte - und da wir unseren Vater sehr liebten, konnte ich das auch gut verstehen.

Die Mutter sagte: „Immer wenn Ihr Angst habt oder in Not seid, betet das „Vater unser“. Ihr merkt dann, dass ihr Kraft bekommt und Euch nicht mehr fürchtet.

Meine kleine Schwester Gabi, damals vier Jahre und ich neun Jahre alt, ein ängstliches kleines Mädchen, kam oft nachts an mein Bett: „Ich kann nicht schlafen, ich habe solche Angst, darf ich zu dir kommen?“ „Ja, komm, ich halt dich ganz fest.“ Stets betete ich dann lauft das „Vater unser…“ und wenn ich es auch oft vor Müdigkeit nicht bis zu Ende schaffte, so schliefen wir doch voller Vertrauen ein.

Es ist kein Wunder, dass ich in meinem weiteren Leben vor allen Prüfungen, Operationen und in allen Nöten dieses Gebet sprach, aber auch „Dein Wille geschehe.“

Stets fühlte ich die Kraft, die von diesem Gebet ausging! … „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. AMEN!

 
 
Geburtstage im März und April 2007

* Geburtstage im März und April 2007

Irma Anders * Dora Beier * Ilse Boese

Gisela Bräutigam * Otto Gräff * Hiltrud Graef

Margarete Hennig * Ingelore Hückstädt * Frieda Jarling

Max von Klitzing * Ilse Koch * Herbert Kugler

Jürgen Lorenz * Dietrich Pauls * Werner Petz

Ellinor und Dietrich Pauls * Bruno Rusch * Hans Schüle

Walter Niche * Christel Petersen * Ursula Schomann

Herta Siebenbaum * Alice Tabbert * Dr. Käte von Wedelstädt

Günter Zantow

Wir wünschen Gottes Segen für das neue Lebensjahr!