Gemeindebrief für Januar und Februar 2009

 

Was bei Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
(Lukas 18, 27)

von Pfarrer Harald Apel

Liebe Gemeinde,

nun stehen wir vor einem Jahr, über das recht düstere Prophezeiungen gemacht werden. Wir werden, so sagt man, die Folgen der Finanzkrise zu spüren bekommen.

Da hatte man in der globalen Welt all sein Vertrauen auf das große Geld gesetzt. Aber irgendwann im Jahr 2008 wurde ganz plötzlich entdeckt, dass man dem Geld alleine nicht vertrauen kann, sondern eigentlich nur denen, die damit umgehen. Das war zwar für unsere Zeit eine schon ziemlich große Entdeckung, aber leider kam sie etwas zu spät.

Von dieser Erkenntnis infiziert, vertrauten die, die nur dem ganz großen Geld vertraut hatten, sich selbst nicht mehr und plötzlich war sogar das ganz große Geld verschwunden. Nun ja, wenn man ernsthaft glaubt, Stroh zu Gold zu spinnen, dann ist das Ende vom Lied “Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Pumpen-Stiehlchen heiß!”

Nun ruft man uns auf, schnell zu konsumieren, damit alles wieder gut, - alles wieder wie früher wird. Kaufen, kaufen, kaufen, damit die Welt nicht aus den Fugen gerät! - das scheint der wirtschaftlich-politische Ausblick 2009 und als rückblickende Erkenntnis wird konstatiert: Setzt den Banken Schranken! Solcher Art Standpunktbestimmung macht natürlich wenig hoffnungsvoll. Es wird sich kaum etwas ändern und bald trottet alles wieder dem großen Geld hinterher und wenn das möglicher-weise immer weiter entflieht, dann folgen wir den großen Schulden. Trotz der so großen Krise bleibt alles beim Alten, jedenfalls setzt man alles daran, dass sich nichts grundlegend ändern muss. “Nichts Neues unter der Sonne!” würde der Prediger Salomo sagen. Und doch weiß jeder - eigentlich können wir nicht so weitermachen, wie bisher.

Unsere Ziele, unsere Ideale, unsere Aufbrüche kommen nicht einmal mehr aus halbem Herzen. Andererseits ist es allenfalls ein mögliches Fiasko, was uns treibt. Das Wort Begeisterung scheint irgendwohin verkauft zu sein und wir ziehen unsere Kreise auf den Bahnen von Verdienen und Verbrauchen.

Wer sich solche Dinge fragt, ist schnell mit seinem Latein am Ende und die düsteren Prophezeiungen scheinen immer deutlicher zu werden.

Worauf also vertrauen? Was ist überhaupt noch möglich? Und wie weiter wenn wir mit der Sprache des Geldes am Ende stumm bleiben?

Die Antwort bietet die Jahreslosung 2009. Es liegt an uns, worauf wir vertrauen, was wir für möglich halten und was uns zu Herzen spricht.

Was bei Menschen unmöglich ist,
das ist bei Gott möglich.
(Lukas 18, 27)

Vielleicht wird 2009 mal ein Jahr, in dem es nicht vornehmlich ums Geld geht, sondern um das, was Gott möglich ist. Denn der will unsere Seele fröhlich singen lassen, auch wenn wir sie in und um uns oft nur silbern klingeln hören.

 



Konfirmanden mit Sam Kalwala beim Vorbereiten eines indischen Essens.

 

Nachrichten aus der Kirchengemeinde

- Am 17. 01. 2009 werden die Gemeindekirchenräte Prerow und Zingst zu einem gemeinsamen Treffen auf dem Zingsthof zusammen kommen. Prof. Onasch, Kirchenhistoriker an der Greifswalder EMA–Uni, wird in Vortrag und Gespräch mit allen Beteiligten die Regionale Geschichte der Jahre 1933-1945 erörtern. Dieses Treffen ist auch für Gemeindeglieder offen, allerdings sollte man sich unter der Telefonnummer (038232) 15226 anmelden.

- Am Wochenende vom 30.01 bis zum 01.02.09 findet wieder unsere Familienrüste statt. Wir fahren auf die Insel Hiddensee und werden dort einen Familiengottesdienst vorbereiten. Noch sind ein paar Plätze frei. Wer Interesse hat sollte im Pfarramt nachfragen.

- Im November hatte die Kirchengemeinde Besuch aus Indien. Pfarrer Sam Kalwala schilderte in seinem Vortrag anschaulich die Probleme mit dem Wasser im südlichen Indien.

- In seiner Sitzung im Dezember hat der GKR Zingst beschlossen, eine Initiative zu unterstützen, die in entlegenen Dörfern dieser Region Brunnen bohren lässt. Ein Brunnen, der ungefähr 100 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt, kostet umgerechnet 800 €.

- Im Sommer werden wir eine Ausstellung zum Projekt in der Kirche erstellen. Wer sich finanziell an diesem Projekt beteiligen will, kann dies ab sofort im Pfarramt tun.

- Im Pfarrhaus ist die in der Kirche aufgenommene CD für Viola und Orgel mit Katharina Dargel und Michael Schönheit, beide sind Musiker am Gewandhaus in Leipzig, erhältlich!

   


Der Stern von Behlehem

von Maria-Louise Pfeiler

Es ging auf Weihnachten zu. Die Kaufhalle war mit vielen rotleuchtenden Sternen geschmückt. Und nicht nur sie. Auch in den Schaufenstern und in den Fenstern der Häuser leuchteten sie rot, weiß und gelb.

In einem kleinen Dorf versammelten sich an jedem Sonnabend Kinder zur Christen-lehre. Da war es angesagt, einmal über den Weihnachtsstern mit ihnen zu sprechen. Als ich die Kinder fragte, was die Sterne um diese Zeit bedeuten könnten, meinten sie einhellig: Das ist der Sowjetstern! Da hatte ich mein Sternenthema! Ich lenkte ihre Gedanken auf andere Sterne, und wir sammelten Sternennamen: Sternblumen, Eisblumensterne, Himmelssterne; auch das Sternen-talermärchen kannten sie. Das kann reichen, dachte ich.

Die Christgeburt war schon öfter das Thema des winterlichen Unterrichts. Nun also erzählte ich die Geschichte der „Weisen aus dem Morgenlande“: Vor 2000 Jahren leuchtete ein Stern am Himmel deutlich heller als alle anderen. Damals, als der Himmel nur den Sternen gehörte, sahen die Menschen oft zu ihnen hinauf. Was will der helle Stern uns sagen? fragten sie. Und schließlich zogen drei kluge Männer los,. um zu suchen, worüber der helle Stern wohl stehen mochte. So fanden sie nach Bethlehem. Dort über dem Stall, in dem Jesus geboren war, blieb der Stern stehen. Da wussten sie, dass dieses Kind ein großer König sein wird.

Sie fielen auf die Knie und verehrten das Kind und dankten dem Stern, der sie zur Krippe gebracht hatte. Später wurde dieser Stern nicht wieder gesehen. Aber seitdem erzählen die Menschen von dem wundersamen Stern von Bethlehem. Und wir schmücken unserer Fenster zu Weihnachten heute noch mit einem Stern, dem Stern von Bethlehem.

So, dachte ich, das müsste verständlich gewesen sein, fragte aber noch mal nach dem Namen des Sterns. Da geht ein Arm in die Höhe und ich bekomme die Antwort: Das ist der Sowjetstern!

 

Geburtstage im Januar und Februar 2009

Rudi Bladt

Elsbeth Braun

Lisa Dietzsch

Ingeborg Ehrenreich

Gerd Fütterer

Waltraud Goerke

Günter Matthes

Kurt Jakob

Luise Kollmorgen

Loni Kuse Helga

Otholt Günter Petz

Peter Rudnick

Eryka Sakowski

Anneliese Schielke

Anna Siewert

Erna Stolpa

Waltraud Strehlow

Elsbeth Schacht

Dr. Brigitte Wendt

Wir wünschen Gottes Segen für das neue Lebensjahr!